Wochenimpuls – Wahrheit

Ich weiß nicht, wer von euch das Idea-Spektrum kennt. Das ist eine christliche Zeitschrift. Ich lese die nicht, aber Albrecht spielte mir aufgrund von Konversationen davor einen Artikel zu. Da ging es um unsere Generation. Wie viel ich dem Artikel zustimmen würde oder nicht, sei mal dahin gestellt, aber ein Punkt wurde da aufgezählt, der mir auch schon oft in Glaubens-Gesprächen über den Weg gelaufen ist, nicht ausschließlich in unserer Generation. Dieses: „Ach, voll schön, dass du Ermutigung in deinem Glauben hast. Dann hast du ja auch was für schlechte Zeiten, an dem du dich festhalten kannst.“ gefolgt von einem „Aber für mich ist Glaube irgendwie nichts.“.
In den Momenten bin ich immer ein bisschen von der Toleranz meines Gegenübers genervt, die andere Lebensmodelle ganz tolerant positiv sehen und meinen Glauben für ein Lebensmodell halten. „Wenn es Gott für dich gibt, dann gibt es Gott. Für dich.“ – solche Statements können daraus resultieren und sind echt lieb gemeint, aber sie sprechen Wahrheit ab, absolut zu sein.
Und da, liebe Freunde, wollte ich euch gerne was zum Nachdenken mitgeben. Wie steht ihr dazu? Glaubt ihr, es gibt Gott absolut und man kann sich seine Existenz nicht aussuchen? Oder glaubt ihr, die Existenz Gottes ist vom persönlichen Glauben eines Menschen abhängig und beschränkt sich ausschließlich auf dessen Leben?
Und ganz allgemein: Glaubt ihr, es gibt eine Wahrheit? Oder hat jeder eine andere, die gleich richtig ist? Letzteres ist typisch unsere Generation, so begegnet es mir im Alltag und in diesem Artikel.

Problem an erster Annahme ist: Man behauptet, die einzige Wahrheit in Jesus gefunden zu haben, die für alle gilt, ganz gleich, ob die was davon wissen wollen oder nicht. Eine Glaubens-Eigenschaft, die eher unsympathisch wirken würde, oder?
Problem an zweiter Annahme ist: Jesus wäre irgendwie nicht für alle Leute gestorben und wir könnten uns alle von Jesus abwenden, ohne dabei verloren zu gehen – es wäre ja nicht falsch.

Die Bibel klingt da eindeutig und spricht sich einen gewissen Absolutheitsanspruch zu:


1. Korinther 3, 11:
Einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.

oder
Johannes 14, 6:
Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.

Aber erfüllt die Bibel diesen Absolutheitsanspruch für dich?

Wenn ja: Warum? Woher nehmen wir uns als Christen das Recht, so was zu behaupten? Und versuchst du, Leute davon zu überzeugen, dass Jesus der Weg ist? Denn das lohnt sich vor allem dann, wenn man davon ausgeht, dass Wahrheit objektiv ist.

Und wenn nein: Warum? Ist Gottes Existenz abhängig vom persönlichen Glauben von Menschen? Gibt es gar keine einzig richtige Wahrheit? Wie werden dann Maßstäbe gesetzt? Wie stehst du dann zu den Bibelversen oben? Lohnt es sich überhaupt, dann Leute vom christlichen Glauben zu überzeugen?

Gerne dürft ihr eure Gedanken teilen. Und auch hier Toleranz üben. Auch, wenn man die Ansicht des Anderen für richtig falsch und nicht nur anders hält, ist Liebe geboten.😊

  • Wochenimpuls von Rahel

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