Wochenimpuls – Das schöne Leben

Hier mal ein bisschen was Persönliches, aber ich glaube es ist wichtig, dass wir uns das bewusst machen: Ich habe in der letzten Woche so alle Gefühle durchlebt, die man sich nur vorstellen kann, weil ich gerade eine Trennung hinter mir habe. Worum es mir geht ist das, was oftmals damit verbunden ist: die Emotionen. Und ich sage euch, das waren haufenweise. Los geht es mit Trauer, Angst und Verzweiflung und einer ziemlich großen Dosis Selbstmitleid. Aber das, was noch viel schlimmer war, war die Wut. Ich wurde so wütend auf ihn und auf mich, das Ganze war wie ein riesiges schwarzes Loch und ich habe mich gefühlt, als wäre ich zu allen Dingen fähig, aber am meisten wollte ich Leute verletzen, weil ich verletzt worden bin. Ich kam zum Glück zu dem Punkt, wo ich beruhigend von außen eine Perspektive auf die ganze Situation bekommen habe. Das ist auch eine Sache, die ich immer mehr in meinem Leben lernen muss und zwar die Kontrolle von mir selbst.
Alle Emotionen, die wir haben, sind eine Stärke, wir können ausdrücken, was wir fühlen. Aber sie sind auch eine riesige Gefahr. Sie können unseren Blick auf Dinge verfälschen und uns zu Sachen treiben, die wir, nüchtern betrachtet nicht tun sollten und auch nicht wollen. So ist das zum Beispiel mit Lust und Leidenschaft in Momenten, wo wir uns geliebt fühlen wollen und unser ganzes Sein Personen hingeben, die uns nicht guttun. Oder Hass und Wut auf Menschen, weil wir nicht mit dem klarkommen, was wir selbst sind und das dann auf andere projizieren.
Und das ist nicht Gottes krasser Plan für unser Leben. Klar, wir dürfen fühlen, wir sollen fühlen und werden so weich und offen für Personen in unserem Leben. Aber wir sind nicht dazu bestimmt uns von bösen Emotionen leiten und uns so das schöne Leben verderben zu lassen. Denn Gott gibt uns seinen Geist und das ist eine unfassbar gute Kraft, die gegen die schlechten Gedanken kämpft und siegt. Jesus hat schon gesiegt, wisst ihr, das bedeutet, dass all das Böse uns gar nichts kann, wenn wir voll und ganz das Gute annehmen. In Galater 5: 16-22 findet man was dazu:

„Darum sage ich euch: Lasst euer Leben von Gottes Geist bestimmen. Wenn er euch führt, werdet ihr allen selbstsüchtigen Wünschen widerstehen können. Denn eigensüchtig wie unsere menschliche Natur ist, will sie immer das Gegenteil von dem, was Gottes Geist will. Doch der Geist Gottes duldet unsere Selbstsucht nicht. Beide kämpfen gegeneinander, so dass ihr das Gute, das ihr doch eigentlich wollt, nicht ungehindert tun könnt. […] gebt ihr eurer alten menschlichen Natur nach, ist offensichtlich, wohin das führt: zu sexueller Unmoral, einem sittenlosen und ausschweifenden Leben, zur Götzenanbetung und zu abergläubischem Vertrauen auf übersinnliche Kräfte. Feindseligkeit, Streit, Eifersucht, Wutausbrüche, hässliche Auseinandersetzungen, Uneinigkeit und Spaltungen bestimmen dann das Leben ebenso wie Neid, Trunksucht, Fressgelage und ähnliche Dinge. […] Dagegen bringt der Geist Gottes in unserem Leben nur Gutes hervor: Liebe, Freude und Frieden; Geduld, Freundlichkeit und Güte; Treue, Nachsicht und Selbstbeherrschung.“


An dem Abend, wo ich voller Wut und Verzweiflung war, habe ich gebetet, ich wollte nicht länger von dieser Wut beherrscht werden und schlecht gelaunt sein. Ich habe Gott gebeten mir zu helfen, dass ich wieder ruhig werde. Und das hat geklappt. Ich weiß, ich und wahrscheinlich auch ihr, wir kämpfen jeden Tag diesen Kampf wieder, ob wir blind unseren Gefühlen hinterherjagen oder uns für die schwierigere Variante entscheiden, nämlich in dem Frieden Gottes zu leben. Klar, man wird mal wütend, war Jesus ja auch, aber vor allem war er auch ein ziemlich entspannter Typ. Und ich glaube sowas will ich auch. Entspannung anstatt Chaos. Liebe anstatt Hass. Und Frieden statt Zerstörung. Amen.

  • Wochenimpuls von Anna-Lena

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