Wochenimpuls – God first

Hey liebe Leute,

diese Woche bin ich mit dem Impuls dran. Ich musste schmunzeln, weil ich, genau wie letztes Semester, in der ersten Uni-Woche an der Reihe war und wieder bin. Und ich musste auch feststellen, wie krass die Parallelen zur damaligen Situation sind.

Gerade sitze ich im Café, vorerst zum letzten Mal. Seit ich weiß, dass es einen erneuten lockdown gibt, möchte ich vor allem den Restaurant- und Café-Betrieb noch nutzen. Auf der einen Seite habe ich in den letzten Wochen damit gerechnet, dass wir wieder mit mehr Einschränkungen des öffentlichen Lebens rechnen müssen und auf der anderen Seite habe ich mein Leben fröhlich ohne Corona geplant, zum Beispiel wie meine Woche im Semester aussehen sollte: Studieren. Im Café sein. Sport machen. Wie meine Wochenenden aussehen sollten: entweder Wochenend-Seminare oder Besuch in Hildesheim empfangen/ selbst Menschen besuchen fahren.

Ja, ihr denkt vielleicht, und wieso erzählt sie das? Dass sich diese konkreten Vorhaben nun nicht realisieren werden, hat mich kalt erwischt. So kalt, dass ich mich in den letzten Tagen in ungesunden Gedankenspiralen verlor. Dass ich nicht in dieser Stadt sein mochte, weil ich das Gefühl habe, hier keine Leute zu haben, die „für mich sind“ oder diese Zeit gemeinsam mit mir durchstehen würden. Sondern jeder irgendwie ohne mich. Dies war vor einigen Tagen und seitdem habe ich Leute gesehen und mit Ihnen geredet, aber trotzdem ist es nicht so, dass ich für jemanden die „number one“ wäre – versteht ihr was ich meine? Ich dachte: wer in aller Welt bin ich ohne die anderen?

Mir kam der Gedanke: Wie wichtig ist mir die menschliche Sozialisation und spielte GOTT eine Rolle in meinem übermäßigen Sorgen? Der GOTT, der sagt, dass er mich nicht verlässt, wenn alle Menschen es tun? Ich habe realisiert, dass ich mit Gott und den Menschen gleichermaßen in Beziehung lebte. Aber Gott soll zuerst kommen und nicht die Menschen. Wenn ich nur aus Menschen lebe, was mache ich, wenn ich niemanden sehe? Ist Jesus meine erste Sozialisation – so wie es mir am besten tut – oder aber bin ich mir selbst der Nächste oder meine Familie oder mein Partner oder meine Freunde oder etwas philosophischer, die Melancholie oder die Gedanken an Sex/ die Zukunft/ die Vergangenheit? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass all jene nicht bis zum Ende tragen. Aber Jesus, der tut es. Er trägt mich durch. Ich hätte ohne (zukünftigen) lockdown nie in dieser tiefen Weise erkannt, dass ich in einem Missverhältnis von GOTT und den Menschen lebe. Ich möchte NUR aus Gott leben, denn alles andere ist trash (auf kurz oder lang). Ich habe dazu einen Vers für euch: „ja, wahrlich, ich achte alles für Schaden gegenüber der alles übertreffenden Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe; und ich achte es für Dreck, damit ich Christus gewinne“ aus Philipper 3,8.

Ja Menschen, das ist vielleicht hard und hardcore, aber im Moment fühle ich es so. Ich möchte mich damit keinesfalls als über-geistlich darstellen & wenn Ihr denkt, Johanna was geht bei dir?!, dann sagt es bitte bitte. Es ist die Gewichtung, sind die Prioritäten, besser gesagt: DIE Priorität, die sich nur in Jesus veräußern kann. Und dann kommen die anderen Dinge, in denen es aber auch wieder um Jesus geht. Ich glaube, dass ich das gerade unnormal lerne (und unnormal lernen werden in den lockdown-times!), in erster Weise aus der Gottesbeziehung zu leben. Es wird schwer werden, nicht jeden Pups mit jemandem zu teilen. Aber wenn ich das so schreibe, merke ich auch, wie sehr ich Bock darauf bekomme, meinen Alltag, die kleinen und großen Freuden und Leiden, einfach direkt Jesus zu erzählen. Ich bin gespannt, wie er reagiert.

Wie geht es Dir damit?

Photo by nappy on Pexels.com
  • Wochenimpuls von Johanna

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