Wochenimpuls – Gotteshäuser

Ihr Lieben, wir haben im Kloster einen krassen Kirchenbau stehen, den Christus Pavillon. Er berührt unglaublich viele Menschen und Gott kommt uns darin nah. Aber auch in anderen Gebäuden. Es gibt faszinierende Kirchen und Dome, die von der Herrlichkeit Gottes zeugen oder Gemeindezentren die eine tolle Atmosphäre haben um ins Gebet zu gehen.

Im Volksmund heißt es Kirchen sind ein Haus Gottes. Gott wohnt darin. Angelehnt ist das ganze an die Stiftshütte der Israeliten auf ihren Weg ins Gelobte Land. Hast du davon schonmal gehört? Das war ein transportables Zelt. Davor wurde zum Dank toller Dinge geopfert, z. B. Nach einer bestandenen Bibelkunde- oder Studiaufnahmeprüfung. Aber auch die Sünden der Menschen gesühnt durch Opfer um Unrecht zu bekennen und auszugleichen. (Was Jesus ein für allemal gesühnt hat.) Und in dem die Bundeslade stand. Gott soll dort zwischen den zwei goldenen Engeln auf der Bundeslade gestanden haben. Aber das Wichtigste ist, dass Gott dort ansprechbar war für die Priester und für Mose. Es sollte der *Ort der Begegnung sein.

David wollte später einen Tempel daraus bauen und sein Sohn Salomon, von dem jeder schonmal gehört hat, dass er sehr weise ist, hat es schließlich gegen 970 v. Chr umgesetzt.

Aber ist das wirklich möglich, für Gott ein Haus zu bauen? Oder war Salomon gar nicht so klug und wollte Gott in eine Schachtel aus Marmor, Zedernholz und Purpurvorhängen einpacken?

In 2. Chronik 2,5-6 schreibt Salomon an seinen Kumpelkönig Hiram aus Thyrus, das ist um die Ecke am Mittelmeer: Und das Haus, das ich bauen will soll groß sein; denn unser Gott ist größer als alle Götter. Aber wer vermag’s, daß er ihm ein Haus baue? denn der Himmel und aller Himmel Himmel können ihn nicht fassen. Wer sollte ich denn sein, daß ich ihm ein Haus baute? es sei denn um vor ihm zu räuchern. (meint coolen Stoff zu opfern)
(2. Chronik 2:5‭-‬6 DELUT)

Salomon ist sich bewusst, dass der Tempel Gott nicht fassen können wird. Spannend ist: würde man den Tempel neben den Tempel der Artimis in Ephesus oder neben die Cheopspyramide stellen die es zu dieser Zeit schon gab, wäre der Tempel ein Zwerg. Also kann hier nicht von einer Wohnung für Gott die Rede sein. Die Wohnung wäre völlig unangemessen und es bewegt sich nur in den Grenzen, was wir Menschen als Groß denken.

Allerdings wird dieser Ort besonders schön geschmückt und kostbar verziert. Gott ist uns kostbar. Dies ist vorallem als Verehrung zu betrachten.
Stell dir vor deine Freundin heiratet und du sollst auf der Hochzeit eine Rede halten. Wahrscheinlich wirst du keine kaputten Schuhe anziehen in eine Jogginghose. Wenn man etwas schönes feiern will, ist es auch stimmungsvoller, wenn der Ort angemessen geschmückt ist. Gott ist es wert, dass ein schöner Ort zur Begegnung da ist. Der Tempel wird errichtet, um Gottesdienst zu feiern.
Diese Funktion haben Kirchen und Gemeinderäume auch heute für uns.

Und es ist gleich, ob es nun in seiner herrlichen Schöpfung unter freien Himmel ist oder unter einem steinernen Himmel, der die Schöpfung kundtvoll nachbilden will.

Das wichtigste ist:
Wir kommen zusammen, feiern und preisen Gott und geben füreinander Zeugnis von seinen großen Taten.

PS: Ein Pavillon ist ja auch wie ein Zelt, das nach mehreren Seiten luftig und offen ist. 😉

  • Wochenimpuls von Daniel Ho.

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