Vorsatz: Barmherzigkeit.

Pünktlich zum Vizewochenende kommt hier mein Wochenimpuls:

Die häufigste Frage an Silvester ist die der Neujahrsvorsätze. Mehr Sport, früheres Aufstehen, regelmäßigeres Beten sind drei der typischsten Vorsätze.
Bei mir wären ja immer noch die Vorsätze von 2016 aktuell, was bei mir eine kleine Teufelsspirale nach sich zieht. Im Januar bin ich immer noch hochmotiviert, das Ganze sinkt rasant und verläuft spätestens im März im Sand, wo mich Schuldgefühle erwarten, Selbstvorwürfe plagen und ich mir denke, dass es dann nächstes Jahr wirklich losgehe. Versteht mich nicht falsch, ich finde Vorsätze super. Hätte ich keine Ziele im Leben, würde ich vermutlich morgens nicht mehr aufstehen. Sobald ich ein Ziel erreicht habe, setze ich mir sofort das nächste. Ich möchte immer mehr über mich hinauswachsen, setze mir utopische Ziele und bin dann am Boden zerstört, wenn es doch nicht klappt. Drauf folgt die Phase, in der ich die ganze Zeit überlege, woran es gelegen haben könnte, wo ich mir alles mögliche vorwerfe und sowieso alles keinen Sinn mehr ergibt.
Fragen mich Freunde in einer ähnlichen Situation um Rat, bin ich stets diejenige, die Hoffnung versprüht und die Lage gar nicht so schlimm findet. Bei anderen bekomme ich das super hin, nur eben bei mir selbst nicht. Genau deshalb werde ich für mich persönlich die Jahreslosung in erster Linie auf mich selbst projizieren, auch wenn sie das der Meinung anderer nach nicht aussagt. Aber wie sollen wir anderen vergeben, wenn wir nicht mal uns selbst verzeihen können? Wie soll man aus Fehlern lernen, wenn man aus einer Situation ausschließlich das Negative filtert?


Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!

Lukas 6,36


Ich werde dieses Jahr meine bisherigen Neujahrsvorsätze streichen und “einfach” versuchen, mit mir selber nicht zu hart ins Gericht zu gehen. Und ja, das stelle ich mir ganz bewusst nicht als Vorsatz, sondern werfe es einfach mal so in den Raum.
Würde ich das so stehen lassen, bekäme ich bestimmt von einigen Freunden zustimmende Unterstützung. Ich jedoch glaube, dass ich diesen Prozess nicht alleine schaffe und mich immer wieder im Kreis drehen werde, wenn ich Jesus nicht daran teilhaben lasse und ihn um Rat bitte.
Ich wünsche euch ein frohes, behütetes und gesegnetes Jahr 2021.
Bleibt gesund!

  • Wochenimpuls von Jule

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