Wochenimpuls – Wahrheit

Ich weiß nicht, wer von euch das Idea-Spektrum kennt. Das ist eine christliche Zeitschrift. Ich lese die nicht, aber Albrecht spielte mir aufgrund von Konversationen davor einen Artikel zu. Da ging es um unsere Generation. Wie viel ich dem Artikel zustimmen würde oder nicht, sei mal dahin gestellt, aber ein Punkt wurde da aufgezählt, der mir auch schon oft in Glaubens-Gesprächen über den Weg gelaufen ist, nicht ausschließlich in unserer Generation. Dieses: „Ach, voll schön, dass du Ermutigung in deinem Glauben hast. Dann hast du ja auch was für schlechte Zeiten, an dem du dich festhalten kannst.“ gefolgt von einem „Aber für mich ist Glaube irgendwie nichts.“.
In den Momenten bin ich immer ein bisschen von der Toleranz meines Gegenübers genervt, die andere Lebensmodelle ganz tolerant positiv sehen und meinen Glauben für ein Lebensmodell halten. „Wenn es Gott für dich gibt, dann gibt es Gott. Für dich.“ – solche Statements können daraus resultieren und sind echt lieb gemeint, aber sie sprechen Wahrheit ab, absolut zu sein.
Und da, liebe Freunde, wollte ich euch gerne was zum Nachdenken mitgeben. Wie steht ihr dazu? Glaubt ihr, es gibt Gott absolut und man kann sich seine Existenz nicht aussuchen? Oder glaubt ihr, die Existenz Gottes ist vom persönlichen Glauben eines Menschen abhängig und beschränkt sich ausschließlich auf dessen Leben?
Und ganz allgemein: Glaubt ihr, es gibt eine Wahrheit? Oder hat jeder eine andere, die gleich richtig ist? Letzteres ist typisch unsere Generation, so begegnet es mir im Alltag und in diesem Artikel.

Problem an erster Annahme ist: Man behauptet, die einzige Wahrheit in Jesus gefunden zu haben, die für alle gilt, ganz gleich, ob die was davon wissen wollen oder nicht. Eine Glaubens-Eigenschaft, die eher unsympathisch wirken würde, oder?
Problem an zweiter Annahme ist: Jesus wäre irgendwie nicht für alle Leute gestorben und wir könnten uns alle von Jesus abwenden, ohne dabei verloren zu gehen – es wäre ja nicht falsch.

Die Bibel klingt da eindeutig und spricht sich einen gewissen Absolutheitsanspruch zu:


1. Korinther 3, 11:
Einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.

oder
Johannes 14, 6:
Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.

Aber erfüllt die Bibel diesen Absolutheitsanspruch für dich?

Wenn ja: Warum? Woher nehmen wir uns als Christen das Recht, so was zu behaupten? Und versuchst du, Leute davon zu überzeugen, dass Jesus der Weg ist? Denn das lohnt sich vor allem dann, wenn man davon ausgeht, dass Wahrheit objektiv ist.

Und wenn nein: Warum? Ist Gottes Existenz abhängig vom persönlichen Glauben von Menschen? Gibt es gar keine einzig richtige Wahrheit? Wie werden dann Maßstäbe gesetzt? Wie stehst du dann zu den Bibelversen oben? Lohnt es sich überhaupt, dann Leute vom christlichen Glauben zu überzeugen?

Gerne dürft ihr eure Gedanken teilen. Und auch hier Toleranz üben. Auch, wenn man die Ansicht des Anderen für richtig falsch und nicht nur anders hält, ist Liebe geboten.😊

  • Wochenimpuls von Rahel

Wochenimpuls – Treue

Mir ging es schon die ganze Woche über nicht besonders gut, es war nichts schlimmes oder dauerhaftes, aber es hatte sich einfach viel angesammelt und meine Gedanken waren eigentlich überwiegend negativ. Zu Beginn der Woche war mir klar, dass ich einen Impuls schreiben muss und auch, dass ich keine Ahnung habe worüber. Ich hab immer wieder in den letzten Tagen zu Gott gebetet und nach einer tollen Eingebung oder Gebetserhörung gefragt, damit ich etwas habe, worüber ich berichten könnte. Es hat natürlich nicht funktioniert. Gott hat mir nicht die Arbeit abgenommen. Am Mittwoch hatten wir von Campus Lobpreisabend und normalerweise ist das immer etwas wobei ich Gottes Gegenwart besonders spüren kann. Da merke ich, dass Gott zu mir spricht. Ich stand fast 3 Stunde da und habe Lieder gesungen und nicht ein einziges Mal habe ich irgendetwas gespürt. Hinterher war ich etwas sauer , dass Gott mir nicht wenigstens da irgendwie gute Gefühle für die restliche Woche geben wollte. Ich hab weiter mit Gott geredet, gebetet, dass er mir endlich mal wieder dieses Gefühl schenkt , dass ich alles schaffen kann, weil er an meiner Seite ist, aber es kam nichts. Bis heute nicht. Und dann ist mir vorher bewusst geworden als ich mir überlegt habe,dass ich dieses Gefühl gar nicht brauche. Klar, es macht alles einfacher und ich hoffe doch sehr, dass es auch wieder kommt, aber entscheiden ist doch, dass ich mit Gott geredet habe , dass er Teil meines Alltags war. Ich habe keinen Tag dieser Woche an seiner Existenz gezweifelt und wie viel wertvoller ist diese Gewissheit, die dauerhaft ist, als ein vorübergehendes Gefühl. Und ich weiß, dass Gott genau weiß, was gerade in mir vorgeht und warum ich mich so fühle, auch wenn ich es selbst nicht kann. Und das ist eine Entlastung, die ich gegen kein Gefühl eintauschen will, denn ich weiß, Gott will nur das beste für mich und er wird mich auf seinem Weg dahin führen. (Und vielleicht hat Gott mir deshalb nicht die Arbeit abgenommen als ich ihn darum bat, um mir diese Erkenntnis zu schenken☺)


“ Denn Gott hat uns versprochen: Ich lasse dich nicht im Stich, nie wende ich mich von dir ab.“ Hebräer 13,5

  • Wochenimpuls von Sarah

Wochenimpuls – Freude

Ich möchte gern kurz was zum Thema Freude schreiben
Sie war heute das Thema im Gottesdienst, in dem ich war 🙂 ich möchte einige Gedanken daraus wiedergeben.
Der entsprechende Text dazu war Psalm 126, es empfiehlt sich, ihn vorher durchzulesen 📖

(Ein Lied im Höhern Chor.) Wenn der HERR die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden. Dann wird unser Mund voll Lachens und unsere Zunge voll Rühmens sein. Da wird man sagen unter den Heiden: Der HERR hat Großes an ihnen getan! HERR, bringe wieder unsere Gefangenen, wie du die Bäche wiederbringst im Mittagslande. Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Sie gehen hin und weinen und tragen edlen Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.

Psalm 126:1‭-‬2‭, ‬4‭-‬6 DELUT

Zentral war der Gedanke dass erkaufte Freude nur für kurze Zeit reicht. Ich liebe es zum Beispiel, schöne Dinge zu kaufen. An ihnen freue ich mich und das ist in Ordnung. wenn ich die Dinge jedoch zu meiner Lebens-Ursprungs- Freude mache, hält diese nicht lang an. Ein hipper Bilderrahmen kann es nicht leisten, mich im tiefsten freudig zu stimmen. Genauso wenig wie mein Körper, mein Freund, das Kaufen von bio-Produkten oder der Glaube an mich selbst. Wir können uns nicht selbst froh machen. Das kann Jesus.
Die Fülle Gottes für unser Leben anzunehmen ist die Quelle wahrer Freude. Hochgestochene Worte… in dem Psalm steht: Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Ich verstehe den Vers so, dass wenn es im Leben dunkel und wolkig ist, man sich krass nach Gott ausstrecken kann (aka säen), obwohl man vllt nicht mal glaubt, dass er da ist und daraus lässt er wiederum ganz viel Freude erwachsen und happy sind bei dem, was wir tun (aka ernten) – because of Jesus und nicht wegen der Sachen, die ich oben aufgezählt habe. Und dann erkennen, wie Jesus wirklich ist und wir bekommen eine Freude in uns hineingelegt, die immer bleibt und wenn es mal wieder dunkel wird, ist diese Freude immer noch da. Wie ein Licht, was im Sturm nicht ausgeht.

Eine solche Freude, die auch im Leid erhalten bleibt.

Checkt mal euer Leben auf Freuden: welche sind real und welche sind erkauft oder götzenartig?

In diesem Sinne ! Und ich wollte damit nicht sagen, dass man sich an nichts, außer an Jesus freuen darf. Im Gegenteil!! Ich freue mich zum Beispiel wie Bolle, dass ich am Sa auf ein Baby aus der Gemeinde aufpassen darf.

– Wochenimpuls von Johanna.

Wochenimpuls – Nie genug haben.

Hallo ihr lieben,
hier kommt mein kleines Erlebnis mit Gott in Frankreich/Paris.

Ich bin zur Zeit in Frankreich und genieße die Menschen , die Sprache, die Luft, die Kultur, die Gebäude, die Straßen, und vieles mehr. Ich fühle mich sehr wohl, ich habe die richtige Menschen um mich und gute Gespräche und Begegnungen. Eigentlich alles super! Eigentlich!?
Wären doch meine Bedürfnisse nicht so stark nach mehr.
Ich laufe an der berühmtesten Straße Paris, „Champs elysees“. Wer die Straße kennt weiß das da ziemlich schöne Sachen gibt, für sehr viel Geld! Ich laufe vorbei und denke, ich wäre so gerne reich dann könnt ich mir das alles gönnen. So viele tolle Kleider, Schuhe, Kleidung, Möbel und Essen! Ich möchte so gern reich sein.
Aber, … bin ich eigentlich Reich?
Ohh ja ich bin Reich! Du auch!
Ich besitze viele schöne Kleidung. Ich kann mir Geschenke für andere leisten. Ich habe ein Bett auch wen ich ihn nicht besonders gemütlich und komfortabel finde. Ich habe eine gut beheizte Wohnung. Super tolle Nachbarn. Ich besitze eine Küche, ein Wohnzimmer, abgetrennten Schlafraum. Ich wohne allein. Ich habe tolle Kollegen und Freunde die mich schätzen. Ich habe Eltern und Familie die mich lieben und wertschätzen auch wenn wir uns manchmal streiten. Ich bin talentiert und habe Gott in meinem Herzen und an meiner Seite. Ich bin in Frankreich und kann genießen das ich mit bin. Ich bin Reich!
Doch warum möchte ich mehr? Reicht mir das nicht?

Gestern „20.03.2019“ war ich mit meiner Gruppe in Pariser Metro unterwegs da unser Hotel relativ abseits von Paris liegt, genauer liegt es in einen viertel wo Asylanten Leben. Letzt endlich waren wir aus der einen Linie raus und müssten auf die andere wechseln. Im Zug Kamm uns ein Mann entgegen der nichts hatte außer Kleidung und seiner Tasche. Er bat um Geld und keiner hat ihn was gegeben, auch ich nicht!
Wir waren raus und müssten wieder auf eine Linie Wechseln. Auf den Weg dahin sah ich eine Decke auf den Boden mit ein paar Strümpfen und Brot darauf. Ich fragte mich wo der Man wäre. Ich wusste nicht was ich tuen soll. Er tat mir Leid. Den ganzen Tag meinte jeder was für ein schreckliches Hotel wir haben und wie wir das überleben sollen. Doch dieser Mensch in Metro hat nicht mal ein Zimmer. Ich habe die ganze Zeit mich geschämt da vorbei zu gehen und nicht unternehmen zu können. Das einzige was ich machen konnte war beten. Ich betete für die Menschen.
In den viertel wo wir untergebracht waren kammen uns auch viele Frauen entgegen und betelten um Geld. Wieder konnte ich nichts machen ich war wie erstarrt. Sie taten mir so Leid. Den Menschen ging es nicht so gut wie mir! Und ich meckere das ich mehr Geld möchte🙈.
Ich meckere das ich mehr will. Andere Regen sich auf und meckern. Wie sind verwöhnt. Wir haben hohe Bedürfnisse.
Warum hat der Mensch immer höhere Bedürfnisse?
Besitze ich 1€ möchte ich 2€, besitze ich 100€ möchte ich 500€!
Wir verlangen so viel und vergessen das wir genug haben.
Doch letztendlich haben wir doch alle am Ende ein Hemd und dies hat nicht mal Taschen. Wenn wir in den Himmel kommen werden wir die Sachen nie mitnehmen können nur die Erinnerungen. Während ich dies hier auf schreibe fallen mir ein paar träume ein, die ich mal geträumt habe: Von einkaufen und ich durfte mein Korb richtig voll machen mit den tollsten Sachen und als ich das alles hatte, bin ich aufgewacht und hatte davon nichts mehr, nur den Traum. Ähnliche träume hatte ich schon ganz oft. Ich bin aufgewacht und war traurig das ich das nicht behalten durfte.:( Ich habe mir oft darüber Gedanken gemacht warum ich ständig davon träume.
Doch wenn ich jetzt so überlege wollte mir Gott nur sagen das ich nichts mitnehmen kann oder benötige. Das ich genug habe und glücklich sein darf.

Ich möchte euch damit sagen das ihr euch nicht an Gegenstände oder Geld bindet sollt. Haltet euch an Gott.
1. Er wird euch das nötigste geben. Er weiß was ihr braucht. Genauso wird er euch auch so viel last geben wie viel ihr es aushalten könnt. Er weiß was für euch gut ist! 2. Haltet Erinnerungen und Erlebnis fest nicht die Sachen oder Geld! „Das letzte Hemd hat keine Taschen“

Wochenimpuls der Jugendkommunität von Walliy

Wochenimpuls – Warum lässt Gott das zu?

Die meisten von euch wissen ja aus dem Jahr in dem wir zusammen gewohnt haben, dass ich Migräne habe . Es kommt ganz plötzlich ohne bestimmten Anlass. Erst sehe ich ca 20 min nicht mehr richtig und dann bekomme ich wahnsinnig starke Kopfschmerzen, meistens für den Rest des Tages . Für mich ist und war Migräne schon immer das schlimmste was mit passieren kann. Lieber liege ich mit 40 °C Fieber eine Woche im Bett als einen Tag lang Migräne zu haben . Für Leute, die das nicht kennen ist es oft (verständlicherweise) schwer nachzuvollziehen, wenn es mir von der einen Sekunde auf die andere plötzlich richtig schlecht geht. Vor allem in der Schulzeit habe ich sehr gelitten darunter . Oft habe ich mich gefragt warum ich gerade ich so etwas haben muss ? Was habe ich falsch gemacht, dass ich so etwas haben muss?

Seit einem 3/4 Jahr hatte ich keine Migräne mehr. Ehrlichgesagt habe ich mir schon Hoffnungen gemacht , dass ich es gar nicht mehr bekomme.

Gestern habe ich dann wieder einen Anfall bekommen und heute wieder. Ich habe mich gefragt:“ Gott, warum lässt du das zu? Du siehst doch wie gut es mir ohne die Schmerzen ging , warum lässt du sie wieder zurück kommen ?“ . Gestern habe ich gebetet, dass er die Schmerzen schnell weg nimmt und macht, dass ich schnell wieder fit werde . Dann habe ich heute genau das gleiche wieder bekommen und mich gefragt “ Wieso Gott?“.

Lange habe ich überlegt was der Sinn hinter der Migräne war und was Gott mir damit sagen will.

Umso mehr ich mich damit beschäftigt habe , umso mehr ist mir bewusst geworden, dass ich durch die Migräne die Tage an denen es mir gut geht viel mehr schätze. Ich schätze Dinge , die ich sonst gar nicht wahrnehme viel mehr. Ich geniesse kleine Dinge viel mehr und freue mich über belanglose Erlebnisse . Mir ist klar geworden , dass dies ein Geschenk ist und auch für mich selber eine Bereicherung. Manchmal wenn ich länger keine Migräne habe, vergesse ich wieder die kleinen Dinge zu schätzen und wirklich mit offenen Augen durch den Tag zu gehen. Heute und gestern waren vielleicht kleine Erinnerungen daran dies wieder mehr zu tun .

Ich möchte euch dazu auffordern , dass wenn euch das nächste Mal etwas schlechtes passiert , euch zu fragen: “ Macht Gott mir damit vielleicht versteckt einen Gefallen ? Lässt sich nicht doch etwas Gutes aus der Situation gewinnen ?“
Manchmal kommt die Nachricht eben versteckt und ist nicht sofort ersichtlich oder verständlich.


Wochenimpuls der Jugendkommunität von Sarah

Wochenimpuls – fehl am Platz?

Im Sommer war ich mit einer Freizeit für junge Erwachsene, die vom Bibellesebund organisiert wurde auf Korsika. Letztes Wochenende hatten wir das Nachtreffen von dieser Freizeit. An dem Wochenende gab es eine Andacht zum Thema zu Hause. Zu Grunde lag der Andacht das Lied Zuhause von Max Giesinger (ihr könnt es euch ja anhören) und der Bibeltext Johannes 17, 1-26.


 Solches redete Jesus und hob seine Augen auf zum Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist gekommen: Verherrliche deinen Sohn, auf dass der Sohn dich verherrliche; 
2 so wie du ihm Macht gegeben hast über alle Menschen, auf dass er ihnen alles gebe, was du ihm gegeben hast: das ewige Leben. 
3 Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. 
4 Ich habe dich verherrlicht auf Erden und das Werk vollendet, das du mir gegeben hast, damit ich es tue.
5 Und nun, Vater, verherrliche du mich bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war. 
6 Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. 
7 Nun wissen sie, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir kommt. 
8 Denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und sie glauben, dass du mich gesandt hast. 
9 Ich bitte für sie. Nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, die du mir gegeben hast, denn sie sind dein. 
10 Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verherrlicht. 
11 Und ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, dass sie eins seien wie wir. 
12 Solange ich bei ihnen war, erhielt ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, und ich habe sie bewahrt, und keiner von ihnen ist verloren außer dem Sohn des Verderbens, damit die Schrift erfüllt werde. 
13 Nun aber komme ich zu dir, und dies rede ich in der Welt, auf dass meine Freude in ihnen vollkommen sei. 
14 Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hasst sie; denn sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. 
15 Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen. 
16 Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. 
17 Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit. 
18 Wie du mich gesandt hast in die Welt, so habe auch ich sie in die Welt gesandt. 
19 Ich heilige mich selbst für sie, auf dass auch sie geheiligt seien in der Wahrheit.
20 Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, 
21 dass sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, auf dass die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. 
22 Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, auf dass sie eins seien, wie wir eins sind, 
23 ich in ihnen und du in mir, auf dass sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst. 
24 Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt, ehe die Welt gegründet war.
25 Gerechter Vater, die Welt kennt dich nicht; ich aber kenne dich, und diese haben erkannt, dass du mich gesandt hast. 
26 Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen.

Johannes 17, 1-26


Ich gehe nicht auf alle Verse ein sondern nur auf die die mir besonders wichtig sind oder aufgefallen sind.
Als erstes ist mir Vers 3 aufgefallen. Da ist davon die Rede, dass das ewige Leben darin besteht zu wissen das Gott der einzig wahre Gott ist und er uns seinen Sohn gesandt hat. Ich finde das im Alltag manchmal ganz schön schwer. Manche Dinge die passieren oder Entscheidungen die ich treffe suche ich öfter Gottes Willen oder was er mir damit sagen möchte. Ein Vers der mir auch noch aufgefallen ist, ist Vers 16. Da redet Johannes davon, dass die Menschen nicht zu dieser Welt gehören sowie auch er Johannes nicht zu dieser Welt gehört. Damit ist gemeint, dass wir uns manchmal in dieser Welt nicht zugehörig fühlen. Ja wir fühlen uns manchmal auch fehl am Platz und fragen uns warum uns Gott gerade an diesen Platz gestellt hat. Wir fühlen uns überfordert und denken wir schaffen es nicht ja wir denken das wir unseren Aufgaben nicht gerecht werden. Zuletzt möchte ich noch auf Vers 23 eingehen. Da ist davon die Rede das Gott für uns da ist und uns zur Seite steht. Er liebt uns und hat uns seinen Sohn gesandt. Zum Schluss noch zwei Fragen: Wo ist dein Zuhause? Wo fühlst du dich Zuhause?

Wochenimpuls von Jasmin

Wochenimpuls- Frieden suchen

Die Jahreslosung für dieses Jahr lautet : „Suche Frieden und jage Ihm nach!“.

Was heißt eigentlich Frieden suchen? Heißt es, dass wir immer darauf bedacht sind alles zu 100% richtig zu machen, um bloß niemanden zu verletzen? Oder heißt es, dass wir uns mehr engagieren, einen Verein zum Erhalt von irgendwas gründen müssen? Finden wir wirklich Frieden, wenn wir versuchen einfach mehr zu tun, mehr zu leisten?

Vor Volkenroda habe ich ein Jahr lang hauptamtlich Jugendarbeit in meiner Gemeinde gemacht und ziemlich viel gearbeitet. Es hat mir Spaß gemacht und am Ende eines Tages war ich meistens ganz erfüllt, konnte trotzdem oft nicht schlafen, lag über Stunden wach und habe keinen Frieden gefunden. Erfolgreiche Jugendgruppen oder Gottesdienste waren toll und ich bin Gott total dankbar dafür, aber Frieden hat mir Erfolg nie gebracht. In Volkenroda hatte ich dann das Kontrastprogramm. Kaum Erfolgserlebnisse auf der Arbeit, aber Abends war ich so oft einfach friedlich. Ich konnte mich abends hinlegen, die Augen zumachen und selten hat es länger als fünf Minuten gedauert bis ich eingeschlafen war.

Der Psalm 34, aus dem die Jahreslosung kommt, fährt im 19. Vers fort mit: „Nahe ist der Herr denen, die zerbrochenen Herzens sind, und die zerschlagenen Geistes sind, rettet er.“ In meiner Gemeindezeit hab ich meine Beziehung zu Gott oft über das bewertet, was ich tue. Unterbewusst dachte ich, ich würde genug Zeit mit ihm verbringen, wenn ich den ganzen Tag in der Gemeinde arbeite und von ihm erzähle. Das war aber überhaupt nicht seine Absicht für mein Leben. Ich bin mir sicher, dass Gott es gut findet wenn wir Dinge tun, die seiner Gemeinde dienen, aber viel mehr noch möchte er unser Herz. Er möchte unser Herz genau so wie es ist. Zerbrochen und ohne Frieden. Wir können Frieden nicht in irgendwelchen Dingen finden. Frieden suchen ist nicht das gleiche wie Frieden finden. Frieden können wir nur bei ihm suchen, danach jagen, indem wir immer mehr von ihm möchten. Gibt es Bereiche in eurem Leben, in denen ihr versucht Frieden in eurem Thun zu finden?

Wochenimpuls der KVJK von Madita 

Jahreskonvent Rückblick

Vom 02.01- 04.01.2019 hielten wir unseren ersten Jahreskonvent als frischgegründete Jugendkommunität ab. Wir verbrachten unsere Zeit mit einem Rückblick auf die letzten Monate, Planung der kommenden Monate, Gemeinschaft, Gottesdienst und spontanen Tanzeinlagen.

Zu beginn unseres Konvents durften wir uns mit der „alten“ Kommunität, die sich zur  5e1ae4f2-78d6-4931-bff8-bd90821395cf    Abreise zu ihrem eigenen Konvent bereit machte, zum gemeinsamen Austausch treffen. Es war für uns alle ein großes Wiedersehen. Nach Abreise der „alten“ Kommunität „übernahmen“ wir das Kloster als Jugendkommunität. Dazu gehörte auch, dass wir die Gebetszeiten mitgestalteten. Da die Küche zu dieser Jahreszeit eine kurze Betriebspause einlegte, verpflegten wir uns selbst. Das gemeinsame Essen und Kochen schweißte uns besonders zusammen und es war von Anfang an etwas ganz natürliches gemeinsam den Tisch zu decken, zu essen und anschließend wieder aufzuräumen. Nach dem Treffen mit der „alten“ Kommunität kauften wir ein und hielten eine Zeugnisrunde zum Kennenlernen der neuen Mitglieder.

Wir ließen den Tag mit einem gemeinsamen Taizégebet ausklingen. Den nächsten Tag begannen wir mit dem Morgengebet und einem gemeinsamen Frühstück. Anschließend schauten wir auf die vergangenen Monate. Nach dem Mittagessen machten wir einen ausgedehnten Spaziergang, den wir mit Waffeln und Kakao beendeten. Nach dem Abendgebet trafen wir uns in der Klosterkirche um zwei neue Mitglieder aufzunehmen, für einander zu beten, Lobpreis zu machen und um unsere Verbindlichkeit zueinander zu erneuern. Anschließend gab es Abendessen und Zeit, die einfach gemeinsam und gesellig verbracht wurde.

Am dritten und letzten Tag, starten wir wieder mit dem Morgengebet und einem Frühstück. Danach war Aufräumen angesagt und wir stellten uns alle auf den kommenden Abschied ein. Nach dem Mittagessen reisten wir langsam ab und ließen das Kloster zurück. Auch wenn es nur ein kurzes Treffen war, konnten wir uns und Gott näher kommen und uns gegenseitig ermutigen und für die nächste Zeit stärken. 

Wir freuen uns auf den nächsten Konvent und alle anstehenden Events im Kloster, bei dem einige von uns teilnehmen werden. 

Was ist eigentlich Zuhause?

In letzter Zeit habe ich mich viel mit den Fragen beschäftigt,

◇ Wo bin ich eigentlich Zuhause?
◇ Was macht mein Zuhause aus?
◇ Kann ich mich an mehreren Orten gleichzeitig Zuhause fühlen?

Dafür muss man zu erst einmal klären, was Zuhause eigentlich bedeutet.
Der Duden gibt die Definition “ Wohnung in der jemand zu Hause ist [und sich wohl fühlt]“
Das Wort mit dem gleichen Wort beschreiben , das ist nicht sonderlich hilfreich.
Als Alternative bietet Wikipedia “ die Räumlichkeiten in denen man wohnt“ und Synonyme “ Bleibe“,“Daheim“,
„Wohnung“. Für mich klingt das alles viel zu nüchtern und zu sehr an eine feste Adresse gebunden.

◇ Außerdem gibt es nicht auch einen Unterschied zwischen Zuhause sein und sich zuhause fühlen ?

Für mich ist das Gefühl von zuhause nicht an einen Ort gebunden und nicht gleichzusetzen mit meinem Wohnort. Bei meinem Vater habe ich auch viele Jahre gewohnt und mich nicht zuhause gefühlt.

Ich kann mich auch bei bestimmten Personen oder in bestimmten Situationen zuhause fühlen.

◇ Aber was bedeutet es überhaupt für mich dieses Gefühl von Zuhause?

Für mich beinhaltet es das Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit, Akzeptanz und dass ich auch einfach mal in Jogginghose und ungeschminkt sein kann.

◇ Wie kommt es dazu, dass eine Person dir das Gefühl von zuhause vermitteln kann?
◇ Und ist es vllt. möglich, dass ich selbst dann zu dieser Person werde ? Wenn das möglich ist, kann ich mich dann an jedem Ort der Welt zuhause fühlen ? Hätte ich dann niemals Heimweh?

Nach so vielen Fragen, die jeder nur persönlich für sich beantworten kann , noch eine alte Volksweisheit:

“ Es gibt keinen Weg, der nicht irgendwann nach Hause führt.“

Ist damit gemeint, dass der Mensch dazu veranlagt ist seine Ziele danach auszurichten , dass er irgendwann an einem Ort ist , an dem er sich zuhause fühlt ? Oder soll damit gesagt werden, dass man sich überall ( auch im fremdesten Umfeld) irgendwann zuhause fühlen kann, wenn man sich nur lange genug darin aufhält?

  • Wochenimpuls der Jugendkommunität von Sarah

Gründung der Jugendkommunität

Die ersten Gedanken über das Gründen einer Gemeinschaft zusammengesetzt aus Azubis, Dorfkindern und ehemaligen Freiwilligen bestanden schon länger. Wir waren uns einig, dass uns der Ort Volkenroda und die dort lebenden und arbeitenden Menschen über kurze oder lange Zeit sehr geprägt haben. Auch unsere Gemeinschaft untereinander war und ist etwas Besonderes, das bestehen sollte. In der reichen Geschichte Volkenrodas ist jeder von uns nur ein kleines Glied in der langen Reihe von Menschen, die an diesem Ort gelebt haben und genau das sehen wir als absolutes Privileg. Teilhaben an der Geschichte eines Ortes, an der Geschichte einer großen Gemeinschaft.

Die anfänglichen Gedanken über das Gründen einer „jungen Kommunität“ nahmen Gestalt an. Nach langem Vorbereiten und vielen Stunden der Diskussion und des Überlegens hatten wir unsere Leitsätze ausgearbeitet und konnten endlich an die Tat schreiten. Am 15.08.18 gründeten wir die Jugend-

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kommunität Kloster Volkenroda und feierten dies zusammen mit Angehörigen und Freunden der Jesus Bruderschaft.

Unsere Gemeinschaft befindet sich in einer spannenden Findungsphase, in der wir Vieles ausprobieren und entdecken möchten.

“Und wir wollen uns umeinander kümmern und uns gegenseitig zur Liebe und zu guten Taten anspornen.”

Hebr. 10,24

Frei nach diesem Motto beginnen wir unsere Reise als junge Gemeinschaft und sind gespannt auf die Zukunft und alles was Gott dort für uns vorbereitet hat.