Wochenimpuls – Barmherzigkeit

Aloah, ihr lieben Leute. 🙂
Hier kommt ein Impuls der Woche.
Ich weiß nicht, wer von euch sich daran erinnert, aber W, M, F und ich waren ja im letzten Jahr im Juni auf dem Kirchentag. Das war richtig cool und wir konnten viel über Volkenroda reden, aber worum es mir heute geht:
Eines Tages hatten wir eine Pause und sind durch ein paar Straßen Dortmunds geschlendert – an den ganzen coolen Aktionen, Musikern und Ständen von Kirchentagsleuten und vielen vielen Besuchern vorbei. Und irgendwann sind wir an einem jungen Kerl, der auf der Straßenseite saß, vorbeigelaufen. 10 Sekunden später ist M umgedreht und zu ihm hingegangen, weil sie es nicht ausgehalten hat, ihn da einfach so zu sehen und machte Bekanntschaft mit X.
Ich will hier kein Laudatio über M halten, sondern eher meine Gedanken teilen: Ich dachte mir dann so: Woah. Wie traurig ist es denn bitte, dass hier die ganze Zeit Kirchentag ist und an Tag 4 fällt einer Azubine auf, dass X echt mal neue Schuhe gebrauchen könnte und zahlt das aus ihrer Kasse.
Wie kann es denn sein, dass hunderttausend Christen auf einem Haufen sind und dass die Leute, die gezwungenermaßen am gleichen Ort sind, davon nur (das ist sicherlich überdramatisiert) Lautstärke mitbekommen?
Ich will hier auch nicht die großen Kirchenvertreter schlecht reden, die nicht ihrer Verantwortung entsprechend gehandelt haben oder so, sondern einfach sagen: Leute, wir sind Christen. Lasst uns bitte auch so handeln.
Ich muss mir da volle Lotte an die eigene Nase fassen! Ich wäre einfach vorbeigelaufen – „Ich bin ja schließlich nur eine FSJlerin und nur für Volkenroda zuständig und habe gerade Pause.“.
Aber es ist totaler Quatsch, zu glauben, irgendwer sollte da jetzt eher helfen als ich und ich wäre nicht erfahren genug oder so.

„Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25,40)

Diese Welt braucht uns! Und nur, weil die anderen im Raum auch Christen sind, aber nicht so handeln, legitimiert das nichts für uns. Lasst uns andere ausreden lassen, ihnen zuhören, ihnen vergeben, ihnen zweite und dritte und 49ste Chancen geben, ihnen liebevoll begegnen, nicht auf unseren materiellen Vorteil schauen. Was wir ihnen tun, das tun wir Jesus!

  • Wochenimpuls von Rahel