Vorsatz: Barmherzigkeit.

Pünktlich zum Vizewochenende kommt hier mein Wochenimpuls:

Die häufigste Frage an Silvester ist die der Neujahrsvorsätze. Mehr Sport, früheres Aufstehen, regelmäßigeres Beten sind drei der typischsten Vorsätze.
Bei mir wären ja immer noch die Vorsätze von 2016 aktuell, was bei mir eine kleine Teufelsspirale nach sich zieht. Im Januar bin ich immer noch hochmotiviert, das Ganze sinkt rasant und verläuft spätestens im März im Sand, wo mich Schuldgefühle erwarten, Selbstvorwürfe plagen und ich mir denke, dass es dann nächstes Jahr wirklich losgehe. Versteht mich nicht falsch, ich finde Vorsätze super. Hätte ich keine Ziele im Leben, würde ich vermutlich morgens nicht mehr aufstehen. Sobald ich ein Ziel erreicht habe, setze ich mir sofort das nächste. Ich möchte immer mehr über mich hinauswachsen, setze mir utopische Ziele und bin dann am Boden zerstört, wenn es doch nicht klappt. Drauf folgt die Phase, in der ich die ganze Zeit überlege, woran es gelegen haben könnte, wo ich mir alles mögliche vorwerfe und sowieso alles keinen Sinn mehr ergibt.
Fragen mich Freunde in einer ähnlichen Situation um Rat, bin ich stets diejenige, die Hoffnung versprüht und die Lage gar nicht so schlimm findet. Bei anderen bekomme ich das super hin, nur eben bei mir selbst nicht. Genau deshalb werde ich für mich persönlich die Jahreslosung in erster Linie auf mich selbst projizieren, auch wenn sie das der Meinung anderer nach nicht aussagt. Aber wie sollen wir anderen vergeben, wenn wir nicht mal uns selbst verzeihen können? Wie soll man aus Fehlern lernen, wenn man aus einer Situation ausschließlich das Negative filtert?


Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!

Lukas 6,36


Ich werde dieses Jahr meine bisherigen Neujahrsvorsätze streichen und “einfach” versuchen, mit mir selber nicht zu hart ins Gericht zu gehen. Und ja, das stelle ich mir ganz bewusst nicht als Vorsatz, sondern werfe es einfach mal so in den Raum.
Würde ich das so stehen lassen, bekäme ich bestimmt von einigen Freunden zustimmende Unterstützung. Ich jedoch glaube, dass ich diesen Prozess nicht alleine schaffe und mich immer wieder im Kreis drehen werde, wenn ich Jesus nicht daran teilhaben lasse und ihn um Rat bitte.
Ich wünsche euch ein frohes, behütetes und gesegnetes Jahr 2021.
Bleibt gesund!

  • Wochenimpuls von Jule

Wochenimpuls – Gott und die Welt

Dies ist ein erstes Mal.
Ich würde lügen, würde ich behaupten, ich hätte nicht ewig überlegt, worüber ich
schreibe. Ewig Zeit hatte ich ja schließlich auch. Nun verwerfe ich mal alles Wirre, das mir die
letzten Tage durch den Schädel schwirrte.


Heute Morgen. Schule. Erste Einheit. Well, nicht ganz. Unser Informatikunterricht fände an
einem anderen Ende Weimars statt. Da bin ich also gemütlich eine halbe Stunde vom Bahnhof
dorthin gelaufen, bloß um dann zu erfahren, dass diese Einheit ausfällt. Was macht man, wenn
man eine weitere halbe Stunde zur eigentlichen Schule läuft? Hörbuch. Neues Testament.
Matthäus. Bergpredigt. Klassiker. Nice. Noch eine Weile weiter bin ich versunken in Gedanken
gen Schule gelaufen und habe über das Gehörte nachgedacht. Meine Zeit hat dann noch
gereicht, etwas zu lesen, einen Smoothie zu trinken, die kühle Brise zu genießen und nochmal
kräftig zu beten.


Da war auch schon Zeit für den Deutschunterricht. Wir sprachen über die Zeit der Aufklärung.
Das Gespräch entwickelte sich gut, bis der Glaube, nun, die Kirche des 18. Jahrhunderts,
thematisiert wurde. Viele verwechselten diese Institution mit dem Glauben und den
tatsächlichen Lehren Jesu und so versuchte ich, über einige Missstände aufzuklären. Was soll
ich sagen … beim ein oder anderen trifft nicht jedes Wort auf fruchtbaren Boden. Vor allem
bei der Frage um Leid auf unserer Erde. Die Mehrheit aber schien auf dem rechten Fuß
aufgestanden zu sein und bat offene Ohren. Ende des Liedes war, dass die Mehrheit sich einig
war, dass Gott und Wissenschaften sich einfach nicht widersprechen. Wir führten das Thema
stellenweise noch etwas aus und gegen Ende der Einheit bekamen wir noch etwas kleines zu
Lesen. Ein paar gute Texte und Worte meiner Lehrerin später schwieg urplötzlich auch der
letzte pessimistische Wannabe-Philosoph und ich spürte, dass dieses Gespräch sich gut
entwickelte (Einen kleinen Ausschnitt aus den Texten packe ich noch ins Dokument). Ich
hoffe, dass sich ein paar Leute inspiriert fühlten, den rechten Weg zu gehen.


Kein Schritt in die richtige Richtung ist vergebens.


Unser Glaube ist stark. Unser Gott ist stark. Stärker als jeder, der seinen Namen nicht preist.
Stärker noch als jeder, der spottet. Der Vater ruft seine Kinder, doch gibt es solche, die ihre
Ohren verschließen, oder seine Worte nicht verstehen. Meine Ohren, hoffe ich jedenfalls,
stehen weit offen wie Segel – bereit, sein Wort zu hören. Auch meinen Weg zu ihm will ich
weiter gehen. Das Gebet stärkt uns, unsere Ohren zu öffnen, sein Wort zu hören und es
anzunehmen und es stärkt uns, dass wir auch jeden noch so hindernisreichen Weg gehen
können – zu IHM. Lasst uns beten, für die, die den Herrn noch nicht gehört haben. Lasst sie
uns mitnehmen auf unseren Weg, oder zeigt ihnen ihren eigenen. Kein Mensch sollte enden,
ohne mit dem Herrn gelebt zu haben.

  • Wochenimpuls von Daniel He.

Wochenimpuls – Dem Feind keine Macht geben

„Seid nüchtern, wacht! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht wen er verschlingen kann“

1. Petrus 5,8

Ich möchte meinen Impuls diese Woche zum Thema Anfechtung und Versuchung des Teufels geben. Mir ist das in letzter Zeit immer mehr bewusst geworden, wie präsent dieses Thema doch eigentlich immer in unserem Alltag ist. Ständig fühlen wir uns irgendwie Gott so fern, überspringen Gebetszeiten und Lobpreis, weil wir uns nicht danach fühlen oder haben schlechte Gedanken über uns selbst und andere. Für mich ist es dabei total wertvoll zu wissen, dass das nicht mein Normalzustand sein sollte, auch wenn es oft so kommuniziert wird, als ob es etwas normales ist und etwas unter dem jeder leidet. Als Christen sollte das nicht unser normaler Alltag sein! Diese Dinge kommen vom Feind, der nur eine Absicht hat und zwar uns von Gottes Wahrheit abzubringen. Dabei kann unser Glaube noch so stark sein, der Teufel wird uns trotzdem versuchen zu verführen. Das hat er schließlich auch selbst mehrere Male (erfolglos) bei Jesus in der Wüste versucht. Wichtig ist aber, dass unser Glaube den Anfeindungen und Versuchungen stand hält. Dafür ist es nötig, sich bewusst zu machen, dass der Teufel unsere Schwächen genau kennt und uns mit versteckten Lügen versucht zu Fall zu bringen. Was können wir dagegen tun ? Zum Ersten ist es entscheidend , es nicht passiv über uns ergehen zu lassen und zu warten, dass bessere Zeiten kommen werden. Wir können aktiv dagegen angehen.
Gott hat uns für diesen Kampf ausgerüstet:


“ Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels.“

Epheser 6, 11

Wir können uns gegen die Angriffe schützen, indem wir uns bewusst immer wieder die WAHRHEIT vor Augen führen, also Bibel lesen. Hilfreich ist auch sich seinen Schwachpunkten bewusst zu sein und Situationen, in denen die Möglichkeit besteht versucht zu werden, bewusst aus dem Weg zu gehen. Oder sich für jede dieser Lügen eine Bibelstelle heraus zu schreiben, die die Lüge „vernichtet“ und immer wieder, wenn der Teufel mich an diesem Punkt verführen will oder zweifeln lässt, die passende Stelle parat zu haben. Außerdem hilft natürlich auch immer beten, besonders auch direkt in der Situation, auch wenn wir uns dann nicht danach fühlen, sich trotzdem überwinden dazu! Und den Teufel bewusst ignorieren, sich bewusst machen, dass man gerade unter Anfeindung steht und es dennoch bewusst beiseite zu schieben. Auch wenn das alles ziemlich schwer und herausfordern ist, können wir uns immer bewusst machen, dass Jesus bereits gesiegt hat !

  • Wochenimpuls von Sarah

Wochenimpuls – God first

Hey liebe Leute,

diese Woche bin ich mit dem Impuls dran. Ich musste schmunzeln, weil ich, genau wie letztes Semester, in der ersten Uni-Woche an der Reihe war und wieder bin. Und ich musste auch feststellen, wie krass die Parallelen zur damaligen Situation sind.

Gerade sitze ich im Café, vorerst zum letzten Mal. Seit ich weiß, dass es einen erneuten lockdown gibt, möchte ich vor allem den Restaurant- und Café-Betrieb noch nutzen. Auf der einen Seite habe ich in den letzten Wochen damit gerechnet, dass wir wieder mit mehr Einschränkungen des öffentlichen Lebens rechnen müssen und auf der anderen Seite habe ich mein Leben fröhlich ohne Corona geplant, zum Beispiel wie meine Woche im Semester aussehen sollte: Studieren. Im Café sein. Sport machen. Wie meine Wochenenden aussehen sollten: entweder Wochenend-Seminare oder Besuch in Hildesheim empfangen/ selbst Menschen besuchen fahren.

Ja, ihr denkt vielleicht, und wieso erzählt sie das? Dass sich diese konkreten Vorhaben nun nicht realisieren werden, hat mich kalt erwischt. So kalt, dass ich mich in den letzten Tagen in ungesunden Gedankenspiralen verlor. Dass ich nicht in dieser Stadt sein mochte, weil ich das Gefühl habe, hier keine Leute zu haben, die „für mich sind“ oder diese Zeit gemeinsam mit mir durchstehen würden. Sondern jeder irgendwie ohne mich. Dies war vor einigen Tagen und seitdem habe ich Leute gesehen und mit Ihnen geredet, aber trotzdem ist es nicht so, dass ich für jemanden die „number one“ wäre – versteht ihr was ich meine? Ich dachte: wer in aller Welt bin ich ohne die anderen?

Mir kam der Gedanke: Wie wichtig ist mir die menschliche Sozialisation und spielte GOTT eine Rolle in meinem übermäßigen Sorgen? Der GOTT, der sagt, dass er mich nicht verlässt, wenn alle Menschen es tun? Ich habe realisiert, dass ich mit Gott und den Menschen gleichermaßen in Beziehung lebte. Aber Gott soll zuerst kommen und nicht die Menschen. Wenn ich nur aus Menschen lebe, was mache ich, wenn ich niemanden sehe? Ist Jesus meine erste Sozialisation – so wie es mir am besten tut – oder aber bin ich mir selbst der Nächste oder meine Familie oder mein Partner oder meine Freunde oder etwas philosophischer, die Melancholie oder die Gedanken an Sex/ die Zukunft/ die Vergangenheit? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass all jene nicht bis zum Ende tragen. Aber Jesus, der tut es. Er trägt mich durch. Ich hätte ohne (zukünftigen) lockdown nie in dieser tiefen Weise erkannt, dass ich in einem Missverhältnis von GOTT und den Menschen lebe. Ich möchte NUR aus Gott leben, denn alles andere ist trash (auf kurz oder lang). Ich habe dazu einen Vers für euch: „ja, wahrlich, ich achte alles für Schaden gegenüber der alles übertreffenden Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe; und ich achte es für Dreck, damit ich Christus gewinne“ aus Philipper 3,8.

Ja Menschen, das ist vielleicht hard und hardcore, aber im Moment fühle ich es so. Ich möchte mich damit keinesfalls als über-geistlich darstellen & wenn Ihr denkt, Johanna was geht bei dir?!, dann sagt es bitte bitte. Es ist die Gewichtung, sind die Prioritäten, besser gesagt: DIE Priorität, die sich nur in Jesus veräußern kann. Und dann kommen die anderen Dinge, in denen es aber auch wieder um Jesus geht. Ich glaube, dass ich das gerade unnormal lerne (und unnormal lernen werden in den lockdown-times!), in erster Weise aus der Gottesbeziehung zu leben. Es wird schwer werden, nicht jeden Pups mit jemandem zu teilen. Aber wenn ich das so schreibe, merke ich auch, wie sehr ich Bock darauf bekomme, meinen Alltag, die kleinen und großen Freuden und Leiden, einfach direkt Jesus zu erzählen. Ich bin gespannt, wie er reagiert.

Wie geht es Dir damit?

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  • Wochenimpuls von Johanna

Wochenimpuls – only Jesus

Heute hatte ich eine Prüfung, in der es unter anderem darum ging, dass jeder Mensch seine eigene Wahrheit glaubt, aber keiner die große ganze Wahrheit jemals erkennen kann. Das Thema hat teilweise meine Gedanken etwas zerstört. Auf einmal hab ich mich gefragt, warum ich geringer Mensch davon ausgehe, dass meine Wahrheit (der Glaube an Gott, JC und holy spirit) die richtige ist. Wenn Nietzsche sagt, dass Gott tot ist und Freud davon ausgeht, dass die Vorstellung von Gott nur eine kindliche Neurose und Illusion ist, bilde ich ihn mir vielleicht nur ein, damit ich meinem Dasein irgendeine Bedeutung gebe.
Aber die beiden Philosophen reden auch ein bisschen bullshit, wenn ihr mich fragt.
Weil, Gott ist halt krass und auch ziemlich lebendig, war er immer, wird er immer sein.
oft, wenn ich an theologischen oder auch wissenschaftlichen Diskussionen teilnehme, zweifle ich so schnell, vor allem an meinem Verstand. Aber sobald ich in die Bibel schaue oder mit Gott rede, dann ist alles so klar. Er ist da, er ist heilig und manche Menschen sind zu stolz um ihn wahrzunehmen. neulich, als ich so eine Krise hatte, hab ich Rahel angeschrieben und sie erwähnte einen Vers, der so bekannt, aber auch so wichtig ist:
Jesus antwortete: »Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben!“ Johannes 14:6
Er ist die Wahrheit. Ich hab das auch echt schon oft genug erfahren, sodass ich das mit vollem Herzen glauben kann.
Es wird immer Menschen geben, die glauben, dass sie mit ihren eigenen Ideen recht haben, sich über Gott stellen und sich für sonst wie schlau halten. Und klar, vielleicht werden wir nie die ganze Wahrheit erkennen.
Aber wir kennen Jesus und das ist das Beste, das uns passieren kann.

  • Wochenimpuls von Anna-Lena

Wochenimpuls – Barmherzigkeit

Aloah, ihr lieben Leute. 🙂
Hier kommt ein Impuls der Woche.
Ich weiß nicht, wer von euch sich daran erinnert, aber W, M, F und ich waren ja im letzten Jahr im Juni auf dem Kirchentag. Das war richtig cool und wir konnten viel über Volkenroda reden, aber worum es mir heute geht:
Eines Tages hatten wir eine Pause und sind durch ein paar Straßen Dortmunds geschlendert – an den ganzen coolen Aktionen, Musikern und Ständen von Kirchentagsleuten und vielen vielen Besuchern vorbei. Und irgendwann sind wir an einem jungen Kerl, der auf der Straßenseite saß, vorbeigelaufen. 10 Sekunden später ist M umgedreht und zu ihm hingegangen, weil sie es nicht ausgehalten hat, ihn da einfach so zu sehen und machte Bekanntschaft mit X.
Ich will hier kein Laudatio über M halten, sondern eher meine Gedanken teilen: Ich dachte mir dann so: Woah. Wie traurig ist es denn bitte, dass hier die ganze Zeit Kirchentag ist und an Tag 4 fällt einer Azubine auf, dass X echt mal neue Schuhe gebrauchen könnte und zahlt das aus ihrer Kasse.
Wie kann es denn sein, dass hunderttausend Christen auf einem Haufen sind und dass die Leute, die gezwungenermaßen am gleichen Ort sind, davon nur (das ist sicherlich überdramatisiert) Lautstärke mitbekommen?
Ich will hier auch nicht die großen Kirchenvertreter schlecht reden, die nicht ihrer Verantwortung entsprechend gehandelt haben oder so, sondern einfach sagen: Leute, wir sind Christen. Lasst uns bitte auch so handeln.
Ich muss mir da volle Lotte an die eigene Nase fassen! Ich wäre einfach vorbeigelaufen – „Ich bin ja schließlich nur eine FSJlerin und nur für Volkenroda zuständig und habe gerade Pause.“.
Aber es ist totaler Quatsch, zu glauben, irgendwer sollte da jetzt eher helfen als ich und ich wäre nicht erfahren genug oder so.

„Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25,40)

Diese Welt braucht uns! Und nur, weil die anderen im Raum auch Christen sind, aber nicht so handeln, legitimiert das nichts für uns. Lasst uns andere ausreden lassen, ihnen zuhören, ihnen vergeben, ihnen zweite und dritte und 49ste Chancen geben, ihnen liebevoll begegnen, nicht auf unseren materiellen Vorteil schauen. Was wir ihnen tun, das tun wir Jesus!

  • Wochenimpuls von Rahel

Wochenimpuls – Wahrheit

Ich weiß nicht, wer von euch das Idea-Spektrum kennt. Das ist eine christliche Zeitschrift. Ich lese die nicht, aber Albrecht spielte mir aufgrund von Konversationen davor einen Artikel zu. Da ging es um unsere Generation. Wie viel ich dem Artikel zustimmen würde oder nicht, sei mal dahin gestellt, aber ein Punkt wurde da aufgezählt, der mir auch schon oft in Glaubens-Gesprächen über den Weg gelaufen ist, nicht ausschließlich in unserer Generation. Dieses: „Ach, voll schön, dass du Ermutigung in deinem Glauben hast. Dann hast du ja auch was für schlechte Zeiten, an dem du dich festhalten kannst.“ gefolgt von einem „Aber für mich ist Glaube irgendwie nichts.“.
In den Momenten bin ich immer ein bisschen von der Toleranz meines Gegenübers genervt, die andere Lebensmodelle ganz tolerant positiv sehen und meinen Glauben für ein Lebensmodell halten. „Wenn es Gott für dich gibt, dann gibt es Gott. Für dich.“ – solche Statements können daraus resultieren und sind echt lieb gemeint, aber sie sprechen Wahrheit ab, absolut zu sein.
Und da, liebe Freunde, wollte ich euch gerne was zum Nachdenken mitgeben. Wie steht ihr dazu? Glaubt ihr, es gibt Gott absolut und man kann sich seine Existenz nicht aussuchen? Oder glaubt ihr, die Existenz Gottes ist vom persönlichen Glauben eines Menschen abhängig und beschränkt sich ausschließlich auf dessen Leben?
Und ganz allgemein: Glaubt ihr, es gibt eine Wahrheit? Oder hat jeder eine andere, die gleich richtig ist? Letzteres ist typisch unsere Generation, so begegnet es mir im Alltag und in diesem Artikel.

Problem an erster Annahme ist: Man behauptet, die einzige Wahrheit in Jesus gefunden zu haben, die für alle gilt, ganz gleich, ob die was davon wissen wollen oder nicht. Eine Glaubens-Eigenschaft, die eher unsympathisch wirken würde, oder?
Problem an zweiter Annahme ist: Jesus wäre irgendwie nicht für alle Leute gestorben und wir könnten uns alle von Jesus abwenden, ohne dabei verloren zu gehen – es wäre ja nicht falsch.

Die Bibel klingt da eindeutig und spricht sich einen gewissen Absolutheitsanspruch zu:


1. Korinther 3, 11:
Einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.

oder
Johannes 14, 6:
Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.

Aber erfüllt die Bibel diesen Absolutheitsanspruch für dich?

Wenn ja: Warum? Woher nehmen wir uns als Christen das Recht, so was zu behaupten? Und versuchst du, Leute davon zu überzeugen, dass Jesus der Weg ist? Denn das lohnt sich vor allem dann, wenn man davon ausgeht, dass Wahrheit objektiv ist.

Und wenn nein: Warum? Ist Gottes Existenz abhängig vom persönlichen Glauben von Menschen? Gibt es gar keine einzig richtige Wahrheit? Wie werden dann Maßstäbe gesetzt? Wie stehst du dann zu den Bibelversen oben? Lohnt es sich überhaupt, dann Leute vom christlichen Glauben zu überzeugen?

Gerne dürft ihr eure Gedanken teilen. Und auch hier Toleranz üben. Auch, wenn man die Ansicht des Anderen für richtig falsch und nicht nur anders hält, ist Liebe geboten.😊

  • Wochenimpuls von Rahel

Wochenimpuls – Warum lässt Gott das zu?

Die meisten von euch wissen ja aus dem Jahr in dem wir zusammen gewohnt haben, dass ich Migräne habe . Es kommt ganz plötzlich ohne bestimmten Anlass. Erst sehe ich ca 20 min nicht mehr richtig und dann bekomme ich wahnsinnig starke Kopfschmerzen, meistens für den Rest des Tages . Für mich ist und war Migräne schon immer das schlimmste was mit passieren kann. Lieber liege ich mit 40 °C Fieber eine Woche im Bett als einen Tag lang Migräne zu haben . Für Leute, die das nicht kennen ist es oft (verständlicherweise) schwer nachzuvollziehen, wenn es mir von der einen Sekunde auf die andere plötzlich richtig schlecht geht. Vor allem in der Schulzeit habe ich sehr gelitten darunter . Oft habe ich mich gefragt warum ich gerade ich so etwas haben muss ? Was habe ich falsch gemacht, dass ich so etwas haben muss?

Seit einem 3/4 Jahr hatte ich keine Migräne mehr. Ehrlichgesagt habe ich mir schon Hoffnungen gemacht , dass ich es gar nicht mehr bekomme.

Gestern habe ich dann wieder einen Anfall bekommen und heute wieder. Ich habe mich gefragt:“ Gott, warum lässt du das zu? Du siehst doch wie gut es mir ohne die Schmerzen ging , warum lässt du sie wieder zurück kommen ?“ . Gestern habe ich gebetet, dass er die Schmerzen schnell weg nimmt und macht, dass ich schnell wieder fit werde . Dann habe ich heute genau das gleiche wieder bekommen und mich gefragt “ Wieso Gott?“.

Lange habe ich überlegt was der Sinn hinter der Migräne war und was Gott mir damit sagen will.

Umso mehr ich mich damit beschäftigt habe , umso mehr ist mir bewusst geworden, dass ich durch die Migräne die Tage an denen es mir gut geht viel mehr schätze. Ich schätze Dinge , die ich sonst gar nicht wahrnehme viel mehr. Ich geniesse kleine Dinge viel mehr und freue mich über belanglose Erlebnisse . Mir ist klar geworden , dass dies ein Geschenk ist und auch für mich selber eine Bereicherung. Manchmal wenn ich länger keine Migräne habe, vergesse ich wieder die kleinen Dinge zu schätzen und wirklich mit offenen Augen durch den Tag zu gehen. Heute und gestern waren vielleicht kleine Erinnerungen daran dies wieder mehr zu tun .

Ich möchte euch dazu auffordern , dass wenn euch das nächste Mal etwas schlechtes passiert , euch zu fragen: “ Macht Gott mir damit vielleicht versteckt einen Gefallen ? Lässt sich nicht doch etwas Gutes aus der Situation gewinnen ?“
Manchmal kommt die Nachricht eben versteckt und ist nicht sofort ersichtlich oder verständlich.


Wochenimpuls der Jugendkommunität von Sarah