Wochenimpuls – Gott und die Welt

Dies ist ein erstes Mal.
Ich würde lügen, würde ich behaupten, ich hätte nicht ewig überlegt, worüber ich
schreibe. Ewig Zeit hatte ich ja schließlich auch. Nun verwerfe ich mal alles Wirre, das mir die
letzten Tage durch den Schädel schwirrte.


Heute Morgen. Schule. Erste Einheit. Well, nicht ganz. Unser Informatikunterricht fände an
einem anderen Ende Weimars statt. Da bin ich also gemütlich eine halbe Stunde vom Bahnhof
dorthin gelaufen, bloß um dann zu erfahren, dass diese Einheit ausfällt. Was macht man, wenn
man eine weitere halbe Stunde zur eigentlichen Schule läuft? Hörbuch. Neues Testament.
Matthäus. Bergpredigt. Klassiker. Nice. Noch eine Weile weiter bin ich versunken in Gedanken
gen Schule gelaufen und habe über das Gehörte nachgedacht. Meine Zeit hat dann noch
gereicht, etwas zu lesen, einen Smoothie zu trinken, die kühle Brise zu genießen und nochmal
kräftig zu beten.


Da war auch schon Zeit für den Deutschunterricht. Wir sprachen über die Zeit der Aufklärung.
Das Gespräch entwickelte sich gut, bis der Glaube, nun, die Kirche des 18. Jahrhunderts,
thematisiert wurde. Viele verwechselten diese Institution mit dem Glauben und den
tatsächlichen Lehren Jesu und so versuchte ich, über einige Missstände aufzuklären. Was soll
ich sagen … beim ein oder anderen trifft nicht jedes Wort auf fruchtbaren Boden. Vor allem
bei der Frage um Leid auf unserer Erde. Die Mehrheit aber schien auf dem rechten Fuß
aufgestanden zu sein und bat offene Ohren. Ende des Liedes war, dass die Mehrheit sich einig
war, dass Gott und Wissenschaften sich einfach nicht widersprechen. Wir führten das Thema
stellenweise noch etwas aus und gegen Ende der Einheit bekamen wir noch etwas kleines zu
Lesen. Ein paar gute Texte und Worte meiner Lehrerin später schwieg urplötzlich auch der
letzte pessimistische Wannabe-Philosoph und ich spürte, dass dieses Gespräch sich gut
entwickelte (Einen kleinen Ausschnitt aus den Texten packe ich noch ins Dokument). Ich
hoffe, dass sich ein paar Leute inspiriert fühlten, den rechten Weg zu gehen.


Kein Schritt in die richtige Richtung ist vergebens.


Unser Glaube ist stark. Unser Gott ist stark. Stärker als jeder, der seinen Namen nicht preist.
Stärker noch als jeder, der spottet. Der Vater ruft seine Kinder, doch gibt es solche, die ihre
Ohren verschließen, oder seine Worte nicht verstehen. Meine Ohren, hoffe ich jedenfalls,
stehen weit offen wie Segel – bereit, sein Wort zu hören. Auch meinen Weg zu ihm will ich
weiter gehen. Das Gebet stärkt uns, unsere Ohren zu öffnen, sein Wort zu hören und es
anzunehmen und es stärkt uns, dass wir auch jeden noch so hindernisreichen Weg gehen
können – zu IHM. Lasst uns beten, für die, die den Herrn noch nicht gehört haben. Lasst sie
uns mitnehmen auf unseren Weg, oder zeigt ihnen ihren eigenen. Kein Mensch sollte enden,
ohne mit dem Herrn gelebt zu haben.

  • Wochenimpuls von Daniel He.